Wir suchen keine Feinde. Wir suchen funktionierende Lösungen.
Unsere Haltung
Wir suchen keine Feinde. Wir suchen Lösungen.
CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, AfD, Die Linke, BSW und Freie Wähler erkennen jeweils einen Teil der Wirklichkeit. Wir prüfen politische Ideen nicht danach, von wem sie stammen, sondern danach, ob sie rechtmäßig, finanzierbar, wirksam und praktisch umsetzbar sind.
Eine gute Idee wird nicht schlecht, nur weil sie von der „falschen“ Partei kommt.
Jedes Thema stellen wir vier Fragen: Was ist die Idee? Was ist daran richtig? Wo widersprechen wir? Wie sieht unsere Lösung aus?
Vergleich nach Politikfeld
Wähle ein Thema. Sieh alle Parteien nebeneinander.
Gleicher Maßstab für alle: Was die Partei richtig sieht – und wo ihre Lösung aus unserer Sicht nicht reicht.
CDU/CSU
Versteht Ordnung – aber setzt zu wenig um.
Parteicheck
Setzt auf wirtschaftliche Entlastung, innere Sicherheit, eine restriktivere Migrationspolitik, Bürokratieabbau und einen leistungsfähigeren Staat.
Was sie richtig sieht
Deutschland braucht wieder wirtschaftliches Wachstum.
Migration muss stärker gesteuert und begrenzt werden.
Polizei, Justiz und Bundeswehr müssen funktionieren.
Arbeit und Unternehmertum dürfen nicht immer weiter belastet werden.
Bürokratie ist längst ein Standortproblem.
Wo wir widersprechen
Viele beklagte Zustände sind in langen Regierungsjahren entstanden oder blieben ungelöst.
Schleppende Digitalisierung, langsame Verfahren und Investitionsstau wurden nicht behoben.
Auch die Migrationssteuerung wurde über Jahre versäumt.
Das eigentliche Problem ist die Glaubwürdigkeitslücke beim Vollzug.
Unsere Antwort
Die CDU verspricht den Politikwechsel. Wir verlangen den Funktionsnachweis: welche Pflicht entfällt, welcher Prozess wird kürzer, wer ist verantwortlich, ab wann gilt es.
SPD
Versteht Absicherung – baut aber zu viel Komplexität.
Parteicheck
Stellt soziale Sicherheit, gute Löhne, Investitionen, bezahlbares Wohnen, Rentenstabilität und einen handlungsfähigen Staat in den Mittelpunkt.
Was sie richtig sieht
Arbeit garantiert nicht mehr automatisch Wohlstand.
Infrastruktur und Bildung brauchen Investitionen.
Pflege, Krankheit oder Arbeitslosigkeit dürfen nicht zum Absturz führen.
Wohnen ist für viele Menschen zu teuer.
Der Staat muss auch wirtschaftlich Schwächere schützen.
Wo wir widersprechen
Verwechselt soziale Sicherheit zu oft mit immer neuen Einzelleistungen.
Gerechtigkeit wird zu Umverteilung, gute Arbeit zu arbeitsrechtlicher Detailsteuerung.
Investition wird mit höheren Ausgaben gleichgesetzt.
Das Ergebnis ist ein Sozialstaat, der teuer, kompliziert und schwer verständlich ist.
Unsere Antwort
Die SPD will mehr soziale Leistungen. Wir wollen einen Sozialstaat, der einfacher hilft und Arbeit sichtbar belohnt: Leistungen bündeln, Ansprüche automatisch prüfen, ein Antrag statt vieler.
Bündnis 90/Die Grünen
Versteht die Zukunftsrisiken – unterschätzt aber den Alltag.
Parteicheck
Verbindet Klimaschutz mit öffentlichen Investitionen, Modernisierung der Wirtschaft, sozialer Absicherung und dem Ausbau erneuerbarer Energien.
Was sie richtig sieht
Deutschland muss seine Energieversorgung modernisieren.
Infrastruktur wurde lange auf Verschleiß gefahren.
Klimarisiken sind real und wirtschaftlich relevant.
Erneuerbare, Netze und Speicher sind Zukunftsinfrastruktur.
Öffentliche Investitionen können private ermöglichen.
Wo wir widersprechen
Denkt zu oft vom gewünschten Verhalten her, zu selten vom praktischen Alltag.
Kosten, verfügbare Alternativen und Umsetzbarkeit für Haushalte und Betriebe geraten aus dem Blick.
Das erzeugt den Eindruck einer Erziehungs- und Verbotspolitik.
Die tatsächliche weltweite Emissionswirkung wird zu selten gemessen.
Unsere Antwort
Die Grünen denken vom Ziel her. Wir denken vom Ziel, vom Weg und von der Rechnung her: Klimaschutz messbar, bezahlbar und praktisch machen – nicht abschaffen.
FDP
Versteht Freiheit – unterschätzt aber funktionierende öffentliche Strukturen.
Parteicheck
Setzt auf Freiheit, Digitalisierung, Bildung, geringere Steuern, Bürokratieabbau, Marktwirtschaft und einen schlankeren Staat.
Was sie richtig sieht
Der Staat greift in viele Bereiche zu detailliert ein.
Selbstständige und Unternehmen brauchen mehr Freiheit.
Digitalisierung ist Voraussetzung für eine leistungsfähige Verwaltung.
Bildung und gesellschaftlicher Aufstieg gehören zusammen.
Staatsausgaben müssen finanziert werden.
Wo wir widersprechen
Versteht Freiheit zu oft nur als Steuern senken und Vorschriften streichen.
Doch niemand ist frei, wenn Zug, Amt, Kinderbetreuung, Arzttermin und digitale Infrastruktur nicht funktionieren.
Die eigenen Digitalisierungs- und Bürokratieversprechen blieben in Regierungsverantwortung ohne spürbaren Effekt.
Unsere Antwort
Die FDP will einen kleineren Staat. Wir wollen einen Staat, der weniger stört und mehr funktioniert – an mancher Stelle kleiner, an anderer stärker.
Die Linke
Versteht soziale Ungleichheit – unterschätzt aber, wie Wohlstand entsteht.
Parteicheck
Setzt auf Umverteilung, Mieterschutz, höhere Löhne, stärkere soziale Sicherung, öffentliche Daseinsvorsorge und eine höhere Belastung großer Vermögen.
Was sie richtig sieht
Vermögen und Aufstiegschancen sind sehr ungleich verteilt.
Pflege, Wohnen und Energie können Menschen finanziell überfordern.
Arbeitnehmer haben gegenüber Konzernen nicht immer genug Verhandlungsmacht.
Privatisierung öffentlicher Infrastruktur kann langfristig teuer werden.
Daseinsvorsorge darf nicht nur nach kurzfristiger Rendite bewertet werden.
Wo wir widersprechen
Betrachtet wirtschaftliche Probleme fast ausschließlich als Verteilungsfrage.
Wohlstand muss aber auch erwirtschaftet, investiert und riskiert werden.
Höhere Steuern und Verstaatlichung können Investitionen und Betriebsnachfolgen schwächen.
Unterschätzt Eigenverantwortung, Missbrauchskontrolle, innere Sicherheit und gesteuerte Migration.
Unsere Antwort
Die Linke fragt zu Recht, wie Wohlstand verteilt wird. Wir fragen zusätzlich, wie er morgen noch entsteht – soziale Sicherheit mit Unternehmertum, Eigentum und Leistungsanreizen verbinden.
AfD
Versteht den Kontrollverlust – radikalisiert aber die Antwort.
Parteicheck
Stellt Migration, nationale Souveränität, innere Sicherheit, Energiepreise, traditionelle Gesellschaftsbilder und eine grundlegende Änderung der Europapolitik in den Vordergrund.
Was sie richtig sieht
Migration darf nicht ungesteuert verlaufen.
Rechtskräftige Entscheidungen müssen vollzogen werden.
Viele Bürger erleben einen Kontroll- und Vertrauensverlust.
Energiepreise und Überregulierung gefährden Industrie und Mittelstand.
Die EU reguliert teilweise zu detailliert; Heimat darf ein legitimer Begriff sein.
Wo wir widersprechen
Macht aus realen Problemen fundamentale System- und Identitätskonflikte.
Ihre Lösungen bergen wirtschaftliche Isolation, eine Schwächung des Binnenmarkts und außenpolitische Abhängigkeiten.
Setzt auf pauschale Freund-Feind-Einteilungen und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Kontrollverlust zu benennen reicht nicht – Behörden, Gerichte und Rückführung müssen praktisch arbeiten.
Unsere Antwort
Die AfD spricht Probleme aus, bei denen andere lange geschwiegen haben. Aber Empörung ersetzt keinen regierungsfähigen Vollzug – wir ordnen Migration rechtsstaatlich, statt das Land zu spalten.
BSW
Versteht die Entfremdung – bleibt aber organisatorisch und außenpolitisch widersprüchlich.
Parteicheck
Verbindet soziale und wirtschaftliche Forderungen mit Kritik an Migration, Energiepolitik, Globalisierung und der gegenwärtigen Außenpolitik.
Was sie richtig sieht
Industrie und Mittelstand stehen unter wirtschaftlichem Druck.
Hohe Energiepreise gefährden Arbeitsplätze.
Migration, soziale Sicherheit und Leistungsfähigkeit müssen zusammen gedacht werden.
Viele Menschen fühlen sich kulturell und wirtschaftlich nicht mehr vertreten.
Außenpolitik muss auch an ihren Folgen für Deutschland gemessen werden.
Wo wir widersprechen
Verbindet berechtigte Sozialkritik mit einer zu unkritischen Haltung gegenüber autoritären Staaten.
War stark auf eine einzelne Person ausgerichtet.
Es fehlen demokratische innerparteiliche Strukturen und ein vollständiges, finanzierbares Programm.
Unsere Antwort
Das BSW erkennt die soziale und kulturelle Entfremdung. Wir wollen daraus keine personenbezogene Protestbewegung machen, sondern eine dauerhaft funktionierende, demokratisch verfasste Organisation.
Freie Wähler
Versteht die Kommune – hat aber bundesweit zu wenig Schärfe.